Hauptmenü
WeinKlassifikation
Weinklassifikation in DEUTSCHLAND
Die Weinproduktion benötigt bestimmte Auflagen, um dem Konsumenten beständige Reinheit und Qualität des Weines zu garantieren. Allerdings haben Profitgier und unprofessionelles Verhalten im Weinbusiness weltweit in den letzten Jahrzehnten immer wieder für schlechte Presse gesorgt. Gesetzliche Bestimmungen der verschiedenen Weinklassifikationen wurden verordnet, aber leider nicht länderübergreifend einheitlich geregelt, was den Weinliebhaber verunsichern kann. Um Klarheit und Tranparenz beim Weinkauf zu erhalten, muss sorgfältig hingesehen werden.
Deutsche Weine sind in vier Güteklassen eingestuft: Tafelweine, Landweine, Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA) und Prädikatsweine. Für Qualitätsweine mit Prädikat unterteilen sich wiederum folgende Auszeichnungen: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und der Eiswein. Hier gelten hohe Anforderungen hinsichtlich Sortenart, Reife, Harmonie und Eleganz. Je höher das Prädikat, desto mehr Restzucker enthält der fertige Wein.
Die Prädikatsbezeichnungen liefern nun aber leider keine verlässlichen Gütehinweise - sie kennzeichnen in erster Linie lediglich Stil- und Alkoholunterschiede. Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) hat dieses Manko aufgegriffen, und die Weinbergslagen je nach Qualitätspotenzial in 3 Stufen unterteilt:
1. Stufe kennzeichnet das Grosse beziehungsweise Erste Gewächs.
2. Stufe kennzeichnet die klassifizierten Lagenweine.
3. Stufe kennzeichnet die Gutsweine und Ortsweine.
Sind Sie auch ein wenig überfordert? Bis zu einer einheitlichen und verständlichen Regelung bleibt nur eines: Weinhandlungen ausfindig zu machen, die Weine von seriösen und qualitätsbegabten Winzern vertreiben.
| Qualitätsstufe | Definition | Mindest- Mostgewicht |
Mindest- Alkoholgehalt |
| TAFELWEIN | Deutschland erzeugt nur kleine Mengen an Tafelwein. Dieser muss ausschließlich aus deutschem Lesegut zugelassener Rebflächen und Rebsorten hergestellt werden, darf keinen Namen der Lage, Gemeinde oder des Anbaugebietes tragen. Er darf chaptalisiert werden (Zucker- anreicherung vor der Gärung). Der Gesamt- alkoholgehalt darf 15 Vol. % nicht übersteigen. |
44-50° Öchsle | 8,5 Vol.% |
| LANDWEIN | Deutscher Landwein ist die gehobene Stufe des Tafelweins. Beim Landwein muss die Landschaft, aus der die Traube stammt, auf dem Etikett angegeben sein. Landwein ist stets trocken oder halbtrocken. |
47-53° Öchsle | 8,5 Vol.% |
| Q.b.A. | Qualitätsweine bilden die grösste Gruppe deutscher Weine und müssen zu 100% aus einem der 13 deutschen Anbaugebiete stammen. Qualitätswein darf chaptalisiert werden - dadurch dürfen bis zu 3,5 Vol. % Alkohol zusätzlich entstehen. |
50-72° Öchsle | 7,0 Vol.% |
| KABINETT | Kennzeichnet feine und leichte Weine aus reifen Trauben, die nur einen geringen Alkoholgehalt aufweisen. |
67-82° Öchsle | 7,0 Vol.% |
| SPÄTLESE | Definiert reife und elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden. |
76-90° Öchsle | 7,0 Vol.% |
| AUSLESE | Edle Weine aus vollreifen Trauben - hier werden die unreifen Beeren vorher per Hand aussortiert. |
83-100° Öchsle | 7,0 Vol.% |
| BEERENAUSLESE | Definiert volle und fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren. |
110-128° Öchsle | 5,5 Vol.% |
| TROCKEN- BEERENAUSLESE |
Wein aus ausnahmslos überreifen, rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren. |
150-154° Öchsle | 5,5 Vol.% |
| EISWEIN | Wein aus gefrorenen, bei einer Temperatur von mindestens - 7 °C gelesenen Trauben gekeltert. Die Trauben müssen das gleiche Mostgewicht wie das der Beerenauslese erreicht haben. |
110-128° Öchsle | 5,5 Vol.% |
| Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA) dürfen chaptalisiert werden (Zuckerzusatz vor der Gärung) |
| Für Qualitätsweine mit Prädikat gelten die höchsten Anforderungen. KEIN ZUSATZ VON ZUCKER |