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Prädikat Champagner

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Der Champagner ist ein besonderer Schaumwein, der im Weinbaugebiet Champagne in Frankreich nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert wird. Er gilt in vielen Teilen der Welt als das festlichste aller Getränke. Die im Wein gelöste Kohlensäure entsteht bei einer zweiten Gärung in der Flasche („Méthode traditionnelle oder Méthode champenoise“). Champagner genießt den Status einer Appellation d’Origine Contrôlée, auch wenn dies nicht auf dem Etikett vermerkt wird.

Die französische Bezeichnung
CHAMPAGNE ist markenrechtlich geschützt, und unterliegt den strengsten Herstellungsvorschriften aller Schaumweine. Hierzu zählen streng abgegrenztes Anbaugebiet, Anbauvorschriften wie Pflanzendichte, Ertragsbeschränkung, obligatorische Handlese, schonende und sofortige Pressung, Flaschengärung, Mindestlagerzeit auf der Hefe und Verbot des Transvasierverfahrens (man unterscheidet die klassische Flaschengärung und das Transvasierverfahren. Dieses stellt einen Weg dar, die Vorteile der traditionellen Flaschengärung beizubehalten und die aufwändigen, personalintensiven Schritte des Entfernens der Hefe gegenüber der traditionellen Methode zu vereinfachen. Diese Methode verbreitete sich seit den 1950er Jahren immer mehr, weil die Kapazitäten der traditionellen Methode nicht mehr ausreichten, um dem steigenden Bedarf nach Sekt nachzukommen).


Das weltweit einmalige Terroir, auf dem die Champagner Reben wachsen, ist maßgeblich an der Qualität des Schaumweins beteiligt. Das Gebiet, in dem Trauben für den Champagner angebaut werden dürfen, wurde am 22. Juli 1927 festgelegt. Es umfasst ca. 33.500 Hektar Fläche, die inzwischen fast vollständig bestockt ist.

Für Champagner werden nahezu ausschließlich drei Rebsorten verwendet: Die roten Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Müllerrebe oder Schwarzriesling) sowie die weiße Rebsorte Chardonnay. Zugelassen, aber seit der Reblauskrise fast verschwunden, sind die Sorten Arbane und Petit Meslier. Die Mischung der Sorten bestimmt den Charakter des jeweiligen Champagners.

In einem Teil der Champagne, der Côte des Blancs, werden Blanc de Blancs (sortenreine Chardonnay-Cuvées) hergestellt. Pinot Noir macht 38,4 % der Rebfläche der Champagne aus, Pinot Meunier 33,3 % und Chardonnay 28,3 %. Pinot Noir gibt dem Wein die Fülle, Chardonnay die Finesse, und Pinot Meunier die Fruchtigkeit. Blanc de Noirs-Champagner (weißer Wein aus dunklen Trauben) sind selten zu finden, und stammen meist aus Gegenden um Aÿ, Bouzy, Mailly, Hautvillers und Verzenay.






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